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Filmplakat

Deutschstunde

Deutschland 2018 Drama
125 Min. FSK 12
Mit: Levi Eisenblätter, Ulrich Noethen, Tobias Moretti, Johanna Wokalek, Sonja Richter, Maria Dragus, Louis Hofmann, Tom Gronau
Regie: Christian Schwochow

 

Deutschland, kurz nach dem Zweiten Weltkrieg. Siggi Jepsen, ein junger Mann, muss in einer Strafanstalt einen Aufsatz zum Thema „Die Freuden der Pflicht“ schreiben. Er findet keinen Anfang, das Blatt bleibt leer. Als er die Aufgabe am nächsten Tag nachholen muss, diesmal zur Strafe in einer Zelle, schreibt er wie besessen seine Erinnerungen auf.

Erinnerungen an seinen Vater Jens Ole Jepsen, der als Polizist zu den Autoritäten in einem kleinen norddeutschen Dorf zählte und den Pflichten seines Amtes rückhaltlos ergeben war. Während des Zweiten Weltkriegs muss er seinem Jugendfreund, dem expressionistischen Künstler Max Ludwig Nansen, ein Malverbot überbringen, das die Nationalsozialisten gegen ihn verhängt haben. Er überwacht es penibel und Siggi, elf Jahre alt, soll ihm helfen. Doch Nansen widersetzt sich – und baut ebenfalls auf die Hilfe von Siggi, der für ihn wie ein Sohn ist. Der Konflikt zwischen den beiden Männern spitzt sich immer weiter zu – und Siggi steht zwischen ihnen. Anpassung oder Widerstand? Diese Frage wird für Siggi entscheidend...

Mit Siegfried Lenz’ DEUTSCHSTUNDE verfilmte Regisseur Christian Schwochow („Bad Banks“, PAULA) einen der großen Welterfolge der deutschen Literatur. Der 1968 erschienene Roman thematisiert Repression und die Zerstörung menschlicher Beziehungen in einem autoritären System – und ist in Zeiten, in denen antidemokratische Tendenzen weltweit zunehmen, bestürzend aktuell. Doch zugleich ist DEUTSCHSTUNDE ein Kinostoff von überzeitlicher Qualität: Zwei Freunde werden erbitterte Feinde – und zwischen ihnen steht ein elfjähriger Junge, der von beiden geliebt werden will.


"...50 Jahre nach dem Erscheinen des Romans von Siegfried Lenz über Schuld und Pflicht in der Zeit des Nationalsozialismus hat sich Christian Schwochow an eine Neuverfilmung gewagt. Dabei ist ihm nach einem Drehbuch seiner Mutter Heide Schwochow ein atmosphärisch dichtes und kraftvolles Werk gelungen, das den Widerspruch zwischen Pflichterfüllung und individueller Verantwortung klar herausarbeitet und sehr aktuell an heutige Zuschauer appelliert, Stellung zu beziehen...."
Deutsche Film- und Medienbewertung (FBW)

 
Spielwoche 07.11. bis 13.11.2019
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Do. 07.11. Fr. 08.11. Sa. 09.11. So. 10.11. Mo. 11.11. Di. 12.11. Mi. 13.11.
        20:10 Uhr  
 

Fotos: © Wild Bunch Germany